Archiv für Februar 17, 2013

Spielabsage Erfurt vs. Aachen: Ein Skandal?

Seit dem letzten Freitag um 19.00 Uhr rotiert der emotionale Durchlauferhitzer in Erfurt am äußersten Rand seiner Belastungsgrenze. Selbst ansonsten besonnene Anhänger des FC Rot-Weiß Erfurt müssen in den Vereinsforen ***-Konstrukte verwenden, um ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen.

Ich gestehe, dass mich die Absage (begründet mit §15 der DFB-Duchführungsbestimmungen) ebenfalls kalt erwischte. Vor allem, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass so was überhaupt möglich ist, da der Ausfall vieler Spieler aufgrund von Verletzungen/Erkrankungen weiß Gott keine Seltenheit darstellt und im Normalfall durch den Einsatz von Reservespielern (aus den II. Mannschaften oder den Nachwuchsteams) kompensiert wird. Es ist mir bislang nicht gelungen Präzedenzfälle dafür zu finden – was natürlich nicht bedeutet, dass keine existieren. Ich kann, das will ich gleich vorab sagen, mit diesem Text keine 100%ige Aufklärung anbieten, ob die Entscheidung des DFB korrekt war oder nicht. Das hängt mit einer Zahl zusammen, die ich bisher nicht verlässlich in Erfahrung bringen konnte, die aber für die Bewertung der Spielabsage von essenzieller Bedeutung ist: der aktuellen Anzahl der Lizenzspieler von Alemannia Aachen. Auf der Webseite des Vereins sind als Spieler der 1. Mannschaft 24 Fußballer benannt, bei kicker.de werden 22 ausgewiesen, während transfermarkt.de 26 Spieler der Drittligamannschaft listet. Wobei „Spieler der 1. Mannschaft“ nicht identisch sein müssen mit Lizenzspielern. Warum das wichtig entscheidend ist, werde ich weiter unten begründen. Profan gesagt, sind Lizenzspieler Profis, formaler ausgedrückt sind es Spieler, die einen Arbeitsvertrag mit einem Profiverein und einen Lizenzvertrag mit dem Ligaverband geschlossen haben. Außerdem gibt es noch Amateurspieler und Vertragsspieler. Letztere Form ist typisch für die Spieler von U23- und U19-Teams. Im Folgenden der gesamte §15 der DFB-Durchführungsbestimmungen (Hervorhebungen von mir).

„Beantragt ein Verein die Absetzung eines Bundesspiels wegen Erkrankung und Verletzung von spielberechtigten Spielern, entscheidet hierüber der jeweilige Spielleiter. Bei der Entscheidung über einen Antrag sind sport-typische Sachverhalte (Verletzungen, Sportstrafen usw.) nicht zu berücksichtigen. Ein Antrag auf Absetzung ist unverzüglich nach Bekanntwerden der Erkrankungen/Verletzungen vorzulegen. Dem Antrag sind die Atteste des/der behandelnden Arztes/Ärzte beizufügen. Außerdem sind amtsärztliche Zeugnisse vorzulegen. Ist dies nicht möglich, hat der Spielleiter das Recht, einen vom DFB beauftragten Arzt um einen Untersuchungsbericht zu bitten. Die Kosten trägt der antragstellende Verein. Zusätzlich ist bei Spielen von Lizenzspieler-Mannschaften im DFB-Vereinspokal zu prüfen, ob der antragstellende Verein den ausnahmsweisen Einsatz von mehr als drei Amateurspielern in der Lizenzspieler-Mannschaft beim Spielleiter beantragt hat. Ist dies nicht beantragt worden, muss dies gegenüber dem Spielleiter begründet werden. Dem Antrag ist nicht stattzugeben, wenn mehr als 13 spielberechtigte Lizenzspieler und/oder in der Lizenzspieler-Mannschaft spielberechtigte Amateurspieler zur Verfügung stehen. Unter diesen müssen sich mindestens sieben Lizenzspieler, darunter ein Torwart, befinden.

Wie sah das medizinische Bulletin der Alemannia zum Zeitpunkt der Spielabsage aus: 18 Spieler mit einer amtsärztlich attestierten Atemwegserkrankung. (Ob das eine Grippe ist und welcher Typ, kann gesichert nur durch eine Laboruntersuchung festgestellt werden.) Vier verletzte Spieler. Anzahl der Lizenzspieler: ?

Den ersten kursiv gesetzten Satz des §15 kann ich nur so interpretieren, dass verletzte bzw. gesperrte Spieler nicht als krank mitgezählt werden dürfen. Damit kommen wir zum letzten Satz des Paragrafen: „Unter diesen müssen sich mindestens sieben Lizenzspieler, darunter ein Torwart, befinden.“ Wenn es bei der Alemannia 24 (oder weniger) Lizenzspieler gibt, dann ist der Tatbestand eindeutig: Selbst wenn die verletzten Spieler irrelevant für die Entscheidung sind (und quasi als gesund gelten), kommt man auf maximal 6 formal zählbare Lizenzspieler. Für diesen Fall kann man dem DFB nichts vorwerfen – er hat sich an seine eigenen Bestimmungen gehalten.

Anders verhält es sich, wenn die Alemannia 25 (oder mehr) Lizenzspieler unter Vertrag hat. Hier wird es uneindeutig. Dann sind die beiden Aussagen zueinander widersprüchlich. Es gibt in dem Paragrafen auch keinen Hinweis darauf, wie die letzte Aussage zu verstehen ist und ob sie die erste außer Kraft setzt. Eine logische Patt-Situation; denn natürlich stehen aufgrund der 4 Verletzten keine sieben Lizenzspieler zur Verfügung, sondern nur drei. Was aber eigentlich – laut erster Aussage – keine Rolle spielen dürfte. Ich werde mir in den nächsten Tagen mal die Mühe machen an den Kreml zu schreiben und den DFB bitten, mir die detaillierte Begründung der Spielabsage zur Verfügung zu stellen. Vielleicht wird sie ja auch vom Verein veröffentlicht.

Also, aus meiner Sicht kann man die Spielabsage durch den DFB derzeit nicht abschließend bewerten. Entweder befand man sich in vollem Einklang mit dem eigenen Regelwerk oder man hat eine Entscheidung getroffen, die – wegen eines nicht kohärenten Paragrafen – als einigermaßen willkürlich zu bezeichnen gestattet sein sollte.

Unabhängig von allen Zahlen und Paragrafen könnte man die Auffassung vertreten, dass die Erfurter Fußballgemeinde sich bitte wieder beruhigen sollte, denn schließlich gebiete es die sportliche Fairness, dass man nicht gegen einen derart unverschuldet geschwächten Gegner antritt. Egal ob nun wirklich 18 oder nur 14 Spieler die Grippe haben. Dem würde ich zustimmen. Normalerweise. Aber im Fall von Alemannia Aachen nicht. Während der RWE am Ende jeder Saison – aus wirtschaftlichen Gründen – seine besten Spieler ziehen lassen muss (wie andere Vereine auch), misswirtschaftet sich die Alemannia seit Jahren – unter tatenloser Nichtanteilnahme des DFB – von einer Krise in die nächste. Der RWE musste – wegen der prekären Finanzlage – in dieser Saison auf den eigenen Nachwuchs setzen und bezahlt dafür derzeit den sportlichen Preis. Der Alemannia lagen derartige Überlegungen offensichtlich fern; ein Konkursverfahren musste beantragt werden. Trotzdem ist derzeit völlig unklar, in welcher Liga die Alemannia in der nächsten Saison spielen wird. Es könnte noch immer sein, dass der RWE absteigt und es Alemannia Aachen irgendwie gelingt, die Klasse zu halten (sportlich wie wirtschaftlich). Deshalb hätte ich es nicht als außerhalb des Fair Play empfunden, wenn die Aachener zur Aufstockung der Profimannschaft auf Spieler ihrer Nachwuchsmannschaften hätten zurückgreifen müssen. So wie es der RWE bereits die ganze Saison über tut.

OstDerby – Das Magazin für den Fußballosten

Am Freitag dieser Woche ist es soweit. Die 1. Ausgabe von OstDerby wird als eMagazin zum Download bereitstehen. Zwei Beiträge von mir sind darin vertreten – das Interview mit Christian Preußer und ein Artikel, der an den DDR-Olympiasieg im Fußball 1976 erinnert. Aber auch ansonsten gibt es viel Interessantes zu lesen, wie ihr dem Inhaltsverzeichnis entnehmen könnt. Natürlich würden wir uns sehr freuen, wenn der ein oder andere die Investition von 3 EUR ernsthaft in Erwägung zieht.

Arminia Bielefeld vs. FC Rot-Weiß Erfurt 2:0 / Kein Almtraum

Noch einer der besten RWE-Spieler: Maik Baumgarten © fototifosi.de

Das war in jeder Hinsicht ein Rückschritt im Kampf um den Ligaverbleib. Der RWE begann solide, was sich aber als wertlos herausstellte. Die Arminia benötigte 20 Minuten um nach den personellen Umstellungen ihre Ordnung zu finden, war dann jedoch die restlichen 70 Minuten die eindeutig bessere Mannschaft. Schade, dass Möckels Fallrückzieher in der achten Minute nicht den Weg ins Tor fand. Rückblickend betrachtet, wäre eine frühe Führung des RWE wohl die einzige Möglichkeit gewesen, auf der Bielefelder Alm etwas mitzunehmen. Alois Schwartz vertraute derselben Mannschaft wie im Heimspiel gegen Osnabrück. Allein, das Auftreten des Teams war ein völlig anderes. Ich würde sagen, dass dieses Spiel da verloren wurde, wo Spiele fast immer gewonnen oder verloren werden: im Mittelfeld. Was im letzten Spiel taktisch gut funktionierte, ging dieses Mal völlig daneben. Die Arminia wich dem kompakten zentralen Mittelfeld des RWE geschickt aus und legte ihr Spiel konsequent über beide Flügel an. Dort und auf den Halbpositionen wurde ständig Überzahl hergestellt. Damit hatte sich Arminia-Trainer Krämer einen klugen Matchplan zurechtgelegt, und seine Mannschaft war in der Lage diesen – nach anfänglichen Problemen – umzusetzen. Augenfälliger Unterschied: Das Spiel der Arminia war strukturell darauf angelegt, Angriffe über die Außenpositionen vorzutragen. Beide Außenverteidiger standen sehr hoch, hielten konsequent die Außenlinie und verliehen dem Spiel ihrer Mannschaft auf diese Weise sowohl Tiefe als auch Breite. Gemeinsam mit dem ballnahen Sechser und oft unterstützt von einem abkippenden Stürmer ergaben sich so immer wieder Passdreiecke, die der RWE nicht zustellen konnte. In Folge waren Möckel und Oumari oft genötigt herauszurücken, was gravierende, teils scheunentorgroße Lücken in die RWE-Abwehr riss.

Und dann sah man auch sofort, warum der RWE da steht, wo er tabellarisch momentan zu finden ist. Sobald die Mannschaft defensiv unter Druck gerät, sinkt die Passqualität dramatisch. Angefangen bei den in der letzten Woche (zurecht) hochgelobten Routiniers Engelhardt und Pfingsten-Reddig, bis hin zum Mittelstürmer, die Bälle wurden reihenweise hektisch verschludert. (Am besten gefiel mir noch Maik Baumgarten.)

Eine Niederlage in Bielefeld ist kein Beinbruch, und niemand durfte damit rechnen, dass der RWE eine nicht enden wollende Siegesserie startet. Allerdings, die weitgehende Chancenlosigkeit in diesem Spiel war ernüchternd. Ich hätte mir gewünscht, dass Schwartz bereits zur Halbzeit personell, vor allem aber taktisch umstellt. Das ist unterblieben. Jedoch muss man dem Trainer zugute halten, dass er sich bessere Außenverteidiger nun Mal nicht schnitzen kann. Diese seit langem bekannte, offensichtliche Qualitätslücke nicht längst geschlossen zu haben (ja, es nicht mal versucht zu haben), ist und bleibt kein Glanzstück der hierfür Verantwortlichen. Die nächsten Wochen werden bretthart, der Druck auf die handelnden Protagonisten wächst.

Optimistischere Schlussworte wollen mir heute partout nicht in den Sinn kommen. Totzdem, an alle Karnevalisten: Helau, Alaaf und so.

FC Rot-Weiß Erfurt vs. VfL Osnabrück 2:1 / Die Stunde der Veteranen

Sekunden vor der Entscheidung: Nielsen wartet auf Engelhardt © fototifosi.de

Er ist noch nicht fit genug, um 90 Minuten Drittligafußball spielen zu können. Sobald er es aber ist, werden die Anhänger des FC Rot-Weiß Erfurt noch viel Freude an ihm haben. Die Rede ist von Morten Nielsen, dem dänischen Neuzugang. Woher ich das weiß? Nun, ich weiß es natürlich nicht wirklich. Sagen wir, es ist eher so eine Ahnung. Das geht doch jedem zuweilen so; man sieht einen Spieler und denkt sofort: Das passt! Ist aber schon länger her, dass sich bei einem neuen RWE-Spieler diese Ahnung einstellte. Lässt sich in diesem Fall sogar exakt datieren – auf den 12.07.2011, als Smail Morabit im Testspiel gegen Werder Bremen am Steigerwald debütierte.

Mir hat die Vorbereitung des Siegtreffers durch den Dänen sehr imponiert, vor allem wegen der Dinge, die Morten Nielsen nicht tat. Als er den Ball von Morabit in den Fuß gespielt bekommt, wird er nicht hektisch. Er versucht des Weiteren nicht, nach innen zu ziehen und selbst zu schießen, genauso wenig probiert er es mit einem Alibizuspiel auf die beiden im Strafraum befindlichen, jedoch abgedeckten, Mitspieler. Während in der Szene alle anderen beteiligten Spieler nur auf den Ball starren, hat er den Kopf oben, sieht Engelhardt heranstürmen, verzögert kurz und legt das Spielgerät exakt in den Raum des Spielfeldes, der für den VfL in diesem Moment nicht zu verteidigen ist. Marco Engelhardt vollendet mit einem der spektakulärsten Tore der jüngeren Erfurter Fußballgeschichte. Selten war ein Sieg so verdient und zugleich so überlebensnotwendig – wie die Resultate einiger Konkurrenten um den Ligaverbleib zeigen sollten.

Das alles war um 13.59 Uhr nicht absehbar. Zur Liste der langzeitverletzten, rekonvaleszenten und gesperrten RWE-Spieler gesellte sich kurzfristig noch Dominick Drexlers Name. Ich war nicht amused. Alois Schwartz wohl ebenfalls nicht – er war zu massiven personellen Umbauten seiner Startelf gezwungen. Was er nicht veränderte, war die taktische Grundordnung. Engelhardt übernahm die defensive Position im zentralen Mittelfeld von Oumari  – der für den gesperrten Kopilas in die Innverteidigung rückte. Neben Pfingsten-Reddig spielte Baumgarten – und der Youngster machte seine Sache ausgesprochen gut. In welche taktische Notation lässt sich die Formation des RWE eigentlich fassen? Nun ja, der eine sagt so, der andere so. Für transfermarkt.de war es ein 4-2-3-1, für den Kicker ein 4-3-3. Der Kicker hat mehr recht. In der offensiven Ordnung ist es eindeutig ein 4-1-4-1. Engelhardt (oder Oumari) spielen absichernd zwischen den zwei Viererketten. Das erlaubt es Nils Pfingsten-Reddig in der Vorwärtsbewegung viel höher zu agieren (quasi als Mischung aus Achter und Zehner), wovon das Angriffspiel des RWE am Samstag ungemein profitierte. Das verlangt unserem Kapitän jedoch einen enormen läuferischen Aufwand ab, da er sich bei Ballverlusten schnell nach hinten orientieren muss. Dann wird aus dem 4-1-4-1 ein System mit drei Sechsern, eben jenes vom Kicker erkannte 4-3-3. Die Taktiknerds sprechen in solchen Fällen von einer Hybridformation. Fußball hat schon lange aufgehört ein einfaches Spiel zu sein.

Nach der frühen Führung des VfL zeigte sich schnell, dass der RWE im Winter 2013 nicht mehr die Mannschaft des ersten Saisondrittels ist. Von Panik und Ratlosigkeit keine Spur. Stattdessen wurde kämpferisch und fußballerisch alles unternommen, um sofort zurück ins Spiel zu finden. Pfingsten-Reddigs Können und Abgebrühtheit bei Elfmetern beginnt, historische Dimensionen anzunehmen. Bei nächster Gelegenheit mache ich mir mal die Arbeit, die besten Trefferquoten im deutschen Profifußball auszurechen – da ist er von der Spitze nicht mehr sehr weit weg, wenn überhaupt. Wie wichtig es ist, Elfmeter zu variieren, vor allem aber konzentriert zu schießen, konnte man sich am Sonntag bei Blaszczykowskis zweitem Elfmeter anschauen. Der verlässt sich immer darauf, dass er den Torhüter «ausguckt». Wenn dies nicht gelingt – und der Torwart in die richtige Ecke springt, dann hält er ihn oft auch, weil die Qualität des Schusses miserabel ist. Ganz anders bei Pfingsten-Reddig: Kein Keeper der Welt hält diesen Ball – scharf, hoch, platziert in die linke Torwartecke. Ein Weltklasse-Strafstoß.

Wenn der VfL Osnabrück gefährlich vor das von Sponsel gut gehütete Tor des RWE kam, dann war fast immer ein Spieler beteiligt, der bis Juni noch im Trikot der Erfurter auflief – wenn er denn mal auflief. Und den man dann sang- und klanglos aus seinem noch laufenden Vertrag gen Osnabrück ziehen ließ. Gaetano Manno wird in dieser Saison bei der Rangliste von kicker.de als notenbester Stürmer (und insgesamt zweitbester Feldspieler) der 3. Liga geführt. Warum das so ist, konnte am Samstag sehen, wer es sehen wollte. Nach der letzten Saison wurden viele Fehler gemacht, einer der größeren war, sich in der Einschätzung der fußballerischen Wertigkeit eines Gaetano Manno grundsätzlich geirrt zu haben.

Die Absenz von Kopilas merkte man nicht nur der RWE-Abwehr an, seine physische Präsenz fehlte auch bei Standards in der gegnerischen Hälfte, die allesamt von der VfL-Abwehr problemlos entsorgt wurden. Oumari agierte ungewohnt fahrig, Möckel solide, leistete sich allerdings einige Fehler im Spielaufbau. Die größte Baustelle der Mannschaft von Alois Schwartz bleibt die rechte defensive Außenbahn. Ofosu-Ayeh wusste zwar durchaus in der Offensive in einigen Szenen zu gefallen, kam mit Manno aber überhaupt nicht klar, was dessen starke Leistung natürlich noch zusätzlich animierte. Czichos spielte unauffällig, was ich als Kompliment verstanden wissen möchte. Thomas Ströhl ist für mich die größte positive Überraschung der bisherigen Saison. Mit seinem Comeback im Profifußball hatte ich nicht mehr gerechnet. Aber, ich bin ja nicht der Vatikan, hier werden Urteile schon mal nach weniger als tausend Jahren revidiert. Schade, dass er nicht wenigstens eine seiner beiden Großchancen nutzen konnte. Bei der Zweiten (nach kluger Vorarbeit Ofosus) sah man allerdings, dass sein rechter Fuß exklusiv dafür gut ist, nicht umzufallen.

Doch dieser Text soll nicht als gebloggte Krümelkackerei enden. Unterm Strich war es ein großartiger Sieg des RWE über einen starken Gegner. Wenn die Mannschaft sich weiter so entwickelt, dann bleibt uns vielleicht doch ein Zittern bis zum Ende erspart. Und dieser Däne, ihr werdet es erleben, wird daran einen erfreulichen Anteil haben.