Archiv für September 29, 2013

Rot-Weiß Erfurt vs. VfL Osnabrück 3:1

Pfingsten19-15-14-13-9-20. Das sind nicht die Lottozahlen von gestern. Es ist die chronologische Abfolge der Punktestände des FC Rot-Weiß Erfurt nach jeweils 11 absolvierten Drittliga-Spieltagen. So viele Punkte wie heuer (ein Austriazismus zu Ehren unseres Cheftrainers!) hatte der Verein zu diesem Zeitpunkt der Saison noch nie. Und das nach einer in fast jeder Hinsicht verkorksten Saison. Und das, nachdem erneut wichtige Spieler den Verein verlassen haben und der Etat chronisch schwindsüchtig ist. Walter Kogler genießt Vertrauen am Steigerwald. Das merkte man gestern sehr deutlich, als zur Überraschung aller, Nils Pfingsten-Reddig neben Mijo Tunjic am Anstoßkreis stand und somit die Frage geklärt war, wer neben dem Holländer im Sturm spielen würde. Im weiteren Spielverlauf empfanden die meisten Zuschauer diese Lösung als nur bedingt zukunftsfähig. Bei Emmerling und Schwartz hätte sich der Unmut darüber schnell lautstarken Ausdruck verschafft, nicht so gestern. Es wurde viel getuschelt und mit dem Kopf geschüttelt, aber dabei blieb es. Kogler hat in der anschließenden Pressekonferenz seine Motivation hinsichtlich dieser Entscheidung begründet. Doch dazu später noch einige Bemerkungen.

Osnabrück ist eine bemerkenswert gut organisierte Mannschaft

Auf die Frage, worin der Unterschied zwischen 1. und 2. Bundesliga liege, hat Jürgen – the face – Klopp einmal sinngemäß geantwortet: Die Differenz liege ausschließlich in der fußballerischen Qualität der Spieler. Alles was man trainieren könne, sei gleich. Trainieren kann man Kondition, taktisches Verhalten, systemische Grundordnung, Verhalten bei Standards, Laufwege, etc. Maik Walpurgis, der Trainer des VfL, hat mit den Sportfreunden Lotte im letzten Jahr die wahrscheinlich qualitativ beste Regionalliga-Staffel gewonnen und dem mutmaßlichen Champions-League-Sieger des Jahres 2023 in der Relegation, bis in die Verlängerung hinein, einen großen Fight geliefert. Maik Walpurgis ist ein großes Trainertalent. Sein neuer Verein, der VfL Osnabrück, ist individuell gut aber nicht überragend besetzt. Die Stärke der Mannschaft speist sich in erster Linie aus ihrer glänzenden Organisation, und die ist das Ergebnis guten, effizienten, modernen Trainings.

Fortuna war an diesem Nachmittag eine Rot-Weiße

In den ersten 15 Minuten des Spieles ereignete sich relativ wenig. Den Respekt, den beide Teams voreinander hatten, war quasi mit Händen zu greifen. Doch schon in dieser Phase war der VfL das gefälligere Team. Danach begann die stärkste Phase der Osnabrücker. Ich denke, dass es ein Resultat der Videoanalyse war, dass der VfL die meisten seiner Angriffe über die linke Erfurter Abwehrseite vortrug. Davon versprach man sich zwei Dinge: Zum einen sollten die offensivstarken Öztürk und Czichos in der Defensive permanent beschäftigt werden, zum anderen hatte man bei Öztürk wohl Defizite im Defensivverhalten ausgemacht, die zu nutzen der VfL beabsichtigte. Beide Intentionen gingen zunächst auf. Immer wieder waren Engelhardt und Möhwald genötigt, auf dieser Seite auszuhelfen und auch Kleineheismann rückte permanent aus der Mitte heraus, um die Überzahl des VfL auf diesem Flügel zu neutralisieren.

Doch der RWE reagierte und kam ebenfalls zu ersten vorzeigbaren Angriffen. Jetzt würfelte Fortuna und oben lag eine rot-weiße Seite. Grimaldi traf nur den Innenpfosten, während Laurito drei Minuten später die Erfurter Führung erzielte. Tunjic hätte dann das Spiel bereits vorentscheiden können, doch er scheiterte am glänzend reagierenden TAG Heuer Fernandes. Leider reagierte Tunjic kurz vor der Pause nicht ebenso gedankenschnell und haderte mit dem Schiedsrichter, statt die schnelle Ausführung des Freistoßes zu unterbinden, der dem Ausgleich durch Grimaldi vorausging.

Kogler reagierte mit einer taktischen Änderung

Nicht direkt nach der Halbzeit, aber so etwa nach 50 absolvierten Minuten wechselten Wiegel und Öztürk die Seiten. Während Wiegel permanent die linke Außenbahn hielt, hatte Öztürk nun jegliche Freiheiten: er spielte nominell auf der rechten Seite, rückte aber situativ oft ins Sturmzentrum, oder überlud (nicht selten gemeinsam mit Pfingsten) den linken Flügel. Mit dieser taktischen Änderung hatten die Osnabrücker nun ihrerseits Probleme. Zudem fehlte ihnen, nach zwei in jeder Hinsicht intensiven Spielen gegen RB und Union, die körperliche Frische um nach dem erneuten Rückstand wieder ins Spiel zu finden. So gewann der RWE letztlich verdient dieses enge, schwierige und komplizierte Spiel.

Pfingsten als Stürmer war weder eine Fehlbesetzung noch ist es eine Dauerlösung

Koglers lieferte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel eine – jedenfalls für mich – völlig nachvollziehbare Begründung, warum er Nils Pfingsten-Reddig neben Tunjc aufbot. Er versprach sich von seinem Kapitän in erster Linie Ballsicherung und -verteilung in vorderster Linie. Ich glaube, dass die Entscheidung wer als zweiter Stürmer neben Tunjic spielt (solange Brandstetter verletzt ist), von Spiel zu Spiel neu getroffen wird und dabei werden vor allem taktische Überlegungen maßgeblich sein. Das sah man gestern schon daran, dass sofort, nachdem das 2:1 fiel, Pfingsten ausgewechselt wurde. Die Annahme lag nahe, dass es jetzt mehr Räume für den konterstarken Stolze geben würde und Kogler zögerte keine Sekunde, solcherart auf diese neue taktische Spielsituation zu reagieren. Gut vorstellbar, dass Stolze im nächsten Spiel in Unterhaching von Anfang spielt, eben weil der RWE dort vermutlich aus einer eher abwartenden Haltung heraus agieren will. Im Übrigen sollte man bei der Bewertung von Pfingstens Leistung nicht völlig vernachlässigen, dass dies ganz gewiss nicht seine Lieblingsposition ist, er sie zum ersten Mal innehatte und man dem Duo Tunjic & Pfingsten wohl auch eine gewisse Eingewöhnungszeit zubilligen muss.

Und am Ende wurde unser Kapitän mit viel Beifall verabschiedet, weil alle froh waren, dass er mal wieder einen entscheidenden Elfmeter verwandelte. Der Beifall wäre wohl noch einen Tick stärker ausgefallen, wenn man auch nur 25 Minuten in die Zukunft hätte schauen können, um durch Engelhardts Fehlversuch daran erinnert zu werden, dass dies alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist.

VfB Stuttgart II vs. FC Rot-Weiß Erfurt 2:1

Leider habe ich aus beruflichen Gründen momentan wenig Zeit für den Blog, deshalb heute nur eine Notausgabe zum Spiel des RWE in Stuttgart:

  • Kogler ersetzte den verletzten Brandstetter durch Andreas Wiegel, was nach dessen starken Leistungen als Einwechselspieler wenig überraschend war. Wiegel rechtfertigte sein Debüt in der Startelf mit einer insgesamt sehr passablen Leistung.
  • Aber auch er konnte das Fehlen von Brandstetter nicht ausgleichen, der, das muss man einfach konstatieren, in Normalform dem Angriff des RWE eine andere Qualität verleiht.
  • Gerät der RWE gegen spielstarke Mannschaften in Rückstand, wird es schwer, etwas Zählbares mitzunehmen. Der Spielverlauf erinnerte stark an den gegen RB Leipzig: Ein schnelles und ein spätes Gegentor. Dazwischen war der RWE die überwiegend spielbestimmende Mannschaft.
  • Spielbestimmend ja, zwingend und dominant, nein. Augrund der hohen Quote an Abspielfehlern im letzten Spieldrittel blieben qualitativ hochwertige Tormöglichkeiten Mangelware.
  • Positiv I: Auch nachdem das Risiko erhöht wurde, blieben Konterchancen des VfB weitgehend aus. Es bedurfte schon einer kollektiven Schlafwageneinlage des RWE, um dem VfB das zweite Tor zu ermöglichen. Gut war ebenfalls, dass die Mannschaft in Rückstand ihrer Art Fußball zu spielen treu blieb und nicht, wie allzu oft in der Vergangenheit, ihr Heil in langen Bällen suchte. Man muss einfach fairerweise konstatieren, dass schneller Fußball der mit wenigen Ballkontakten auskommen möchte, per se ein höheres Risiko an Fehlabspielen birgt.
  • Zum ersten Mal so etwas wir hauchzarte Kritik meinerseits an Walter Kogler: Ich habe Dericis Einwechslung nicht wirklich verstanden. Es war sein Debüt in der 3. Liga. Bei Rückstand, in einer ebenso schwierigen wie entscheidenden Phase des Spiels. Ich sah ihn damit vorerst überfordert. Und wunderte mich, dass Kogler Pfingsten-Reddig nicht einwechselte, von dem ich mir noch am ehesten versprach, dass er so etwas wie Struktur in die zunehmend fahriger werdenden Angriffsbemühungen des RWE hätte bringen können.
  • Positiv II: Das erste Drittligator von Jonas Nietfeld. Floskelalarm und trotzdem wahr: Stand da, wo ein Stürmer stehen muss.
  • Trotz der Niederlage hielten sich die Konsequenzen in der Tabelle in überschaubaren Grenzen. Wobei man dies stark einschränken muss, denn es bedeutet rein gar nichts. Zwischen Platz 3 und Platz 16 liegen gerade einmal 6 Punkte, was im Grunde vernachlässigbar ist, wenn man bedenkt, dass wir gerade einmal den 10. Spieltag hinter uns haben. Es geht so eng wie nie zu in der 3. Liga, Tokioter U-Bahn während der Rush Hour nichts dagegen. Und vermutlich wird sich daran in absehbarer Zeit wenig ändern.

Rot-Weiß Erfurt vs. Elversberg 2:0 / Ich liebe Arbeitssiege

Geduld will bei dem Werke sein, ließ schon Goethe die Nachwelt wissen. Es hätte gestern weit weniger davon benötigt, wenn Schiedsrichter Badstübner dem RWE nach Foul an Öztürk in der ersten Halbzeit einen Elfmeter nicht verweigert hätte. Und damit die Fortsetzung des inzwischen schon legendären Klassikers Oztürk-Foul-Elfmeter-Pfingsten-Tor verhinderte. Oder wenn die Rot-Weißen eine ihrer Chancen, die Größte durch Brandstetter nach tollem Pass von Pfingsten, nutzen. So aber dauerte es 75 Minuten, bis die Elversberger endgültig und spielentscheidend die Übersicht verloren und es für irgendwie überflüssig erachteten, Möhwald beim Freistoß von Pfingsten zu decken. Dieses Führungstor lag von den ersten Minuten an, in der – Wilfried Mohren würde schreiben – bratwurstgeschwängerten Luft des Steigerwaldstadions. Dass Kevin Möhwald es erzielte, hat mich zusätzlich erfreut, weil er aus einer sehr guten Mannschaft noch einen (seinen) schwarzen Haarschopf breit, herausragte. Momentan drängt weniger die Frage, ob Möhwald im zentralen Mittelfeld spielt, sondern wen Kogler neben ihn platziert. Ich stelle es mir nicht vergnügungsteuerpflichtig vor, beispielsweise Pfingsten-Reddig zu erklären, dass er nach einer gleichfalls prima Leistung (mit vielen klugen Pässen) wieder für Engelhardt Platz machen muss. Einerseits. Andererseits sind das genau jene Sorgen, die eine Mannschaft braucht. Allemal besser als langfristig verpachtete Stammplätze. Hatten wir ebenfalls schon, ist gar nicht so lange her. Es sei mal der Name Bernd Rauw exemplarisch genannt.

Stabiles System mit immer größerer Fluidität

Andere wollen in den letzten Spielen ein 4-1-3-2 beim RWE ausgemacht haben, für mich war es in allen bisherigen Spielen, so auch gestern, ein deutlich erkennbares 4-4-2 mit Doppelsechs. Defensiv ohnehin: die beiden Stürmer versuchen den Spielaufbau des Gegners, in der Regel mittels passivem Pressing, zu unterbinden. Hinter ihnen verschieben zwei Viererketten. Situativ (wenn der aufbauende Gegner Probleme mit der Ballkontrolle hat) wird aus dem passiven ein aktives Pressing, die Stürmer und mindestens zwei nachrückende Mittelfeldspieler attackieren aggressiv den Gegner, um einen Ballverlust zu provozieren. In diesen Situationen geht quasi ein Ruck durch die Mannschaft, weil auch die Abwehrkette nach vorne schieben muss, um die Räume im Mittelfeld möglichst klein zu halten, sollte das Pressing fehlschlagen. Insgesamt ist dies, gerade in dieser Liga, ein sehr probates taktisches Rezept, weil die aufbauende Mannschaft auf diese Weise oft zu langen Bällen gezwungen wird.

Eines der gravierenden Defizite eines 4-4-2 (mit Doppelsechs) ist die numerische Unterzahl im offensiven Mittelfeld bei eigenem Spielaufbau. Die wird noch dadurch verstärkt, wenn sich einer der 6er bei der Spieleröffnung auf Höhe der beiden Innenverteidiger fallen lässt. Er kann sich dann nämlich schlecht selbst anspielen. Interessant ist jetzt, dass dies nicht Koglers präferierte Spieleröffnung darstellt. Die beiden 6er postieren sich zunächst relativ hoch und es wird entweder über einen halblangen hohen oder über einen flachen Ball versucht, sie ins Spiel zu bringen. Variante zwei ist, dass das Spiel des RWE über die Außen bis mindestens zur Spielfeldmitte getragen wird. Erst wenn all das keine Option ist, lässt sich einer der 6er nach hinten fallen, um den Spielaufbau zu unterstützen. Maßgabe ist stets, lang und hoch geschlagene Bälle auf die Stürmer zu vermeiden. (Die es natürlich trotzdem gibt, weil auch die anderen Mannschaften aggressiven Druck auszuüben in der Lage sind.)

Im Angriff wird versucht, variabel und somit für den Gegner wenig ausrechenbar zu spielen. Gestern tauschten Göbel und Öztürk manchmal minutenlang die Seiten. Außerdem orientiert sich Göbel ohnehin häufig in den Halbraum auf Öztürks Seite. Diese asynchrone Überladung des linken Flügels soll Öztürks Stärke im Dribbling mittels Überzahl und damit einhergehender Passoptionen zusätzlich aufwerten. Ein Vorbild dafür sind sicherlich die Bayern, die diese Variante mit Ribery und Robben perfekt beherrschen.

Und da wäre noch Mijo Tunjic. Er kann mich noch immer überraschen. Sowieso spielt er auf einem völlig anderen Niveau als in der letzten Saison. Nach eigener Aussage begründet sich das nicht zuletzt mit einer viel besseren Fitness. Aber jetzt fängt er auch noch an die Bälle zu verteilen wie ein Zehner. Kaum Zufall, dass es sein kluger Pass auf Öztürk war, der das Spiel endgültig entschied. Da fiel selbst Brandstetters diesmal eher durchwachsene Leistung kaum negativ ins Gewicht. Für die es sowieso eine plausible Begründung gab – er konnte die Woche über verletzungsbedingt nicht trainieren.

Aus Talenten werden Profis und die Neuen sind ein Gewinn

Nachdem Kevin Möhwald in der letzten Saison Stammspieler wurde, hat zu Beginn der laufenden Spielzeit auch Philipp Klewin diesen Status erreicht. Beide sind inzwischen unangefochtene Leistungsträger. Womit man bei Möhwald rechnen durfte, kommt im Falle unseres Torwarts einer kleinen Sensation gleich. Jeder, der ihn als Jugendspieler sah, wusste, dass dem Verein da ein großes Talent zuwächst. Wie er jedoch nach Sponsels plötzlichem Abgang, mit dem unleugbaren Druck und den großen Erwartungen umgeht plötzlich Stammtorhüter zu sein, davor kann man nur den Hut ziehen. Und es geht weiter. Patrick Göbel stand in den letzten drei Spielen (alle gewonnen) in der Startelf, was an sich bereits darauf hindeutet, dass er seine Sache jeweils recht gut gemacht haben muss. Der Nächste in der Reihe der Eigengewächse, Maik Baumgarten, hat das Pech, dass auf seiner Position im zentralen Mittelfeld Hochkaräter wie Engelhardt, Pfingsten und Möhwald vor ihm rangieren. Trotzdem ist er völlig in den gegenwärtigen Kader eingebunden. Immer wenn Kogler einen Vorsprung absichern will, und das ist erfreulich häufig der Fall, ist er die erste Wahl des Trainers. Kommt ins Spiel und macht abgeklärt seinen Job. Somit haben sich vier der fünf dafür auserkorenen A-Junioren des vorvergangenen Jahrgangs bei den Profis etabliert (nur Tobias Ahrens gelang das nicht). Das ist eine herausragende Quote. Spätestens jetzt ist es hohe Zeit, hier weitere Namen zu nennen. Christian Preußers Berufung zum Co-Trainer war, ist und bleibt ein Segen für diese jungen Spieler. Erkannt zu haben, dass dies auch ein Segen für den Verein Rot-Weiß Erfurt sein kann, ist das Verdienst von Sportvorstand Alfred Hörtnagl.

Das gilt ebenso für die relativ unvermittelten Verpflichtungen von Spielern wie Kreuzer und Wiegel, die beide quasi aus dem Stand Startelf-Format nachgewiesen haben. Beides sind perfekt ausgebildete Spieler (Kreuzer: FC Basel, Wiegel: Schalke 04), beide hatten Berufungen für deutsche Nachwuchsnationalmannschaften und beide sind polyvalent einsetzbar. Soll heißen, sie können ohne Leistungsminderung mehrere Positionen spielen. Klar, muss man ihre weitere Entwicklung abwarten, bevor man ein fundiertes Urteil abgeben kann. Die Idee, die hinter ihrer Verpflichtung steht, finde ich jedoch jetzt bereits bestätigt.

Den Zuschauern wurde gestern kein Spektakel geboten. Das Wort vom Arbeitssieg hatte Konjunktur. Zeit für ein Geständnis: Ich liebe solche Siege. Die eigene Mannschaft ist besser und kontrolliert das Spiel. Spielkontrolle ist für mich beim Fußball das höchste aller Güter. Sie verdeutlicht, dass die Spieler vor allem am Ergebnis orientiert sind und individuelle Interessen zurückstellen. Anders ist sie nicht zu haben. Ich will keinen Zirkus sehen, ich will, dass meine Mannschaft gewinnt. Walter Koglers Team beweist gerade, dass Ergebnisorientierung und ansehnlicher Fußball miteinander gut zu vereinbaren sind, selbst mit den Mitteln des FC Rot-Weiß Erfurt. Dafür haben alle Mitwirkenden meinen Respekt.

PS: Anderes Thema. Die neueste Ausgabe von Ostderby – Magazin für den Fußballosten ist erschienen und kann hier erworben werden. Ich bin mit einer Buchbesprechung vertreten und habe gemeinsam mit Michael Kummer ein Interview mit zwei ausgewiesenen Kennern der überaus turbulenten Leipziger Fußballszene geführt. Das sind aber nur zwei von vielen interessanten Beiträgen.

Holstein Kiel vs. Rot-Weiß Erfurt 1:2

Aus Zeitgründen gibt es zum Sieg des FC Rot-Weiß Erfurt in Kiel keinen längeren Text. Alles wesentliche hatte ich in diesem Facebookeintrag am Samstagabend ohnehin schon geschrieben:

8:4 Tormöglichkeiten zu Gunsten von Holstein Kiel habe ich gezählt. In den Annalen des DFB wird jedoch für alle Zeiten ein 1:2 für den FC Rot-Weiß Erfurt vermerkt sein. Der Kieler Trainer Neitzel und sein Verteidiger-Stürmer Gebers waren nach dem Spiel fassungslos. Verständlich. Bedeutungslos.

Fußballspiele sind eben keine linearen Systeme. Wie etwa eine Heizung: man dreht das Thermostat auf – und es wird warm. Wäre das so, würde sich für diesen Sport keine Sau interessieren. Wäre das so, hätten die Bayern gegen Chelsea letztes Jahr 5:1 gewonnen. Wäre das so, hätte der RWE in Münster drei und in Leipzig wenigstens einen Punkt geholt.

Die Mannschaft hat heute nur phasenweise, nur punktuell gut gespielt. Das war offensichtlich, jeder konnte es sehen. Was auf vertrackte Weise mit der schnellen Zweitoreführung und dem Druck zu tun hatte, den Kiel ab diesem Zeitpunkt ausüben musste. Kogler wird sich ärgern, dass sein Team nicht in der Lage war, die im Umkehrspiel vorhandenen Räume besser zu nutzen. Gut so, denn das muss in der Tat besser werden.

Trotzdem ist dieser Sieg nach den Spielen in Münster und Leipzig, nichts weiter als eine Wiedergutmachung in der großen Lotterie namens Fußball.

Wir sind jetzt quitt mit dem Fußballgott. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

PS: Philipp Klewin hat ein großartiges Spiel gemacht! Ohne ihn, hätten wir vermutlich nicht mal einen Punkt mitgenommen.

Nächste Woche, nach dem Spiel gegen Elverbsberg, gibt es wieder einen Text in gewohnter Länge.

Von trostlos zu makellos in 72 Stunden / FC RWE vs. Wehen Wiesbaden 3:0

Es waren denkwürdige 90 Fußballminuten die gestern um 20.49 Uhr im Steigerwaldstadion mit dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Stein ihr Ende fanden. Nicht weil der FC Rot-Weiß Erfurt gegen den Spitzenreiter SV Wehen Wiesbaden gewonnen hatte. Hier ist jenen recht zu geben, die stets darauf verweisen, dass bei allen wahrnehmbaren Unterschieden, die Kader- und damit auch die Leistungsstärke der Mannschaften dieser Liga sich vergleichsweise ähneln. Tagesform, Schiedsrichterentscheidungen, Spielglück entscheiden einfach öfter mal eine Partie als bei Bewerben, in denen die Leistungsunterschiede a priori viel größer sind. Denkwürdig war die Art und Weise, wie der RWE den Spitzenreiter aus Hessen über die komplette Spieldauer hinweg fußballerisch dominierte. Und zu denken gab ebenfalls, dass dies drei Tage zuvor – nach dem Spiel gegen Duisburg – völlig unabsehbar war.

Alte Tugenden entscheiden: Ordnung, Disziplin, Fleiß

Woran also lag es? Den wichtigsten Fingerzeig gab Walter Kogler selbst. Nach dem Spiel gegen Duisburg kritisierte er die fehlende Ordnung im Spiel seiner Mannschaft. Gestern stellte er die geschlossene Grundordnung als Schlüssel zum Sieg heraus. Und tatsächlich, wohin immer man blickte, die Mannschaft agierte gegen den Ball sehr kompakt. In so gut wie keiner Spielsituation musste man befürchten, dass Wiesbadener Angreifer in freier Position oder Überzahl das Tor des RWE attackieren würden. Es wurde gedoppelt, schnell verschoben, die Abstände der Mannschaftsteile hätte man für ein Lehrbuch ablichten können, so wohldistanziert waren sie. Mit einem Wort: Kontrolle. Der RWE kontrollierte den Gegner und somit das Spiel. Dazu kam eine kluge, dem jeweiligen Spielstand Rechnung tragende, taktische Balance. Beide Teams begannen abwartend und vorsichtig, keines wollte in Folge zu hohen Risikos in einen Konter laufen. Dann war es nicht der SVWW (wie es zu befürchten und ein bisschen auch zu erwarten war), sondern der RWE, der sehr dosiert das Risiko erhöhte und anfing das Spiel zu dominieren. Die Außenverteidiger positionierten sich höher und begannen in das Offensivspiel einzugreifen. Der Ball wurde schneller und damit einhergehend risikoreicher bewegt. Es kam zu ersten Möglichkeiten und in der 25. Minute schloss Öztürk einen perfekt gespielten Angriff zum 1:0 ab.

Die Reaktion des SVWW bestand darin, dass es keine gab. Also spielte der RWE mit dieser kontrollierten Offensivtaktik weiter und wurde dafür mit dem zweiten Tor belohnt. Nach dem Wechsel standen die Rot-Weißen deutlich tiefer, verlegten sich aufs Kontern und waren auch in dieser, im Grunde bis zum Abpfiff andauernden Phase, einem weiteren Tor näher als die Wiesbadener ihrem Ersten. So kam es dann auch. Am Ende stand ein 3:0 für Erfurt, mit dem die Gäste gut leben konnten, weil es für sie noch viel schlimmer hätte kommen können.

Götterdämmerung im zentralen Mittelfeld?

Derzeit wird in dieser Angelegenheit über die Medien Verbalschach gespielt. Kogler sagt, Pfingsten-Reddig sei nach seiner Erkrankung noch nicht wirklich fit. Der wiederum kontert, und lässt wissen: Er sei körperlich in einem guten Zustand und seine Versetzung auf die Bank könne nur sportliche Gründe haben. Jeder, der diesen Blog einigermaßen regelmäßig verfolgt, wird wissen, dass ich sehr viel von Pfingsten-Reddigs Leistung halte, seit er für den RWE die Töppen schnürt. Er hat sich hier durchweg als Musterprofi gezeigt. Nebst einigen anderen war vor allem er es, der den Verein in der letzten Saison mit seiner Konstanz, seinen Torvorlagen und seinen Standards vor dem Abstieg bewahrte. (Herrje, das klingt schon jetzt wie ein sportlicher Nachruf.)

Allerdings: Panta rhei, alles fließt. Es hatte sich beim Spiel gegen RB in Leipzig angekündigt. Pfingsten war erkrankt, dafür spielte Möhwald auf seiner Position. Er und Engelhardt machten, obwohl das Spiel etwas unglücklich verloren ging, bella figura gegen das spielstarke Leipziger Mittelfeld. Möhwald, der inzwischen kein Rookie mehr ist, hatte schon des Öfteren, wenn auch klugerweise nie lautstark, durchblicken lassen, dass er sich im zentralen Mittelfeld wohler fühlt als auf der rechten Außenbahn. Man darf davon ausgehen, dass diese Sichtweise in Co-Trainer Christian Preußer einen prominenten Fürsprecher findet. Gegen Duisburg wechselte Kogler Pfingsten in der Halbzeit aus, allein: Dieses durch und durch verkorkste Spiel war nicht mehr zu retten. Und es war selbstverständlich keinesfalls Pfingsten allein, der diese Nichtleistung zu verantworten hatte. Danach sah sich der RWE-Trainer in der Pflicht eine Art Reboot des Systems RWE vorzunehmen und auf der DVD mit dem Betriebssystem stand gestern: Möhwald & Engelhardt. Beide ergänzten sich in der Spielzentrale aufs Trefflichste und man kann sich jetzt nur schwer vorstellen, dass Kogler in Kiel erneut Pfingsten auf die 6er-Position beordert. Sollte sich der RWE mit den beiden in seinen Leistungen stabilisieren, wird es Pfingsten schwer haben auf seine angestammte Position zurückzukehren. So die Prognose. Mal sehen, was sie wert ist.

Patrick Göbel, ein Talent wird erwachsen. Hoffentlich.

Dass beide zentralen Mittelfeldspieler gestern derart glänzen konnten, hatte auch damit zu tun, dass Patrick Göbel zeigte, dass er nicht gedenkt, die Rolle des ewigen Talents bis ans Ende seiner RWE-Zeit für sich zu beanspruchen. Göbel eignet einen wirklich herausragenden rechten Fuß (herausragend im fußballerischen Sinn, natürlich). Man hatte nur zuweilen den Eindruck, dass er sich allzu sehr auf diese Gabe verlässt. Gestern war dem nicht so. Er war hellwach, zweikampfstark und lief und lief und lief. Und zwar nicht taktisch sinnlos umher, sondern immer dahin, wo die Mannschaft ihn gerade benötigte. Ich bin sicher, wenn es eine Spieler-Heatmap in der 3. Liga gebe, die wäre gestern beim ihm flächendeckend tiefrot gewesen. Es wurde zudem deutlich, dass wir mit ihm einen Spieler haben, der dem Team mit seinen Standards sehr helfen kann. In seiner letzten A-Jugendsaison war das eine seiner herausragenden Qualitäten. Ihm kann man nur wünschen: Weiter so!

Das trifft in gleichem Umfang auf Andreas Wiegel zu, der sich nach seiner Einwechslung sofort präsent zeigte und bei dem niemand auf den Gedanken gekommen wäre, dass dies seine allerersten Minuten im Trikot der Rot-Weißen waren. So soll es sein.

Am Sonnabend geht es nach Kiel. Der Aufsteiger überraschte bisher alle, möglicherweise sich selbst und seinen Anhang am meisten. Die Kieler sind eine äußerst unangenehm zu bespielende, homogen funktionierende und mittels gutem Umschaltspiel stets torgefährliche Mannschaft. Es ist müßig zu erwähnen, dass sie bei alldem selbstredend nicht unschlagbar sind. Aber um dort etwas mitzunehmen, benötigt das Spiel des RWE alle Tugenden und Fertigkeiten, die es gegen Wehen Wiesbaden ausgezeichnet haben.

Gestern Abend, das war der Goldstandard für diese Spielzeit. Wir wissen jetzt, was die Mannschaft kann, wenn sie erwachsenen Fußball spielt und dabei ihr Potenzial abruft. Kämpferisch, spielerisch, mental. Daran wird sie sich fortan bei jedem Spiel messen lassen müssen. (Was nicht mal ansatzweise heißen soll, dass ich ab jetzt nur noch 3:0-Siege als standesgemäß einstufe. Dies wäre dumm und anmaßend und würde die sportlichen Gegebenheiten der 3.Liga sowie die quasi natürlichen Leistungs-Schwankungen einer jungen Mannschaft wie unserer fahrlässig ignorieren.)

Im Übrigen lässt sich ohne Übertreibung konstatieren, dass die Dritte Deutsche Profiliga bislang eine richtig gute Show bietet. Ausgeglichen, fußballerisch auf beachtlichem Niveau, mit vielen stimmungsvollen Spielen. Und das Beste daran: der RWE spielt eine interessante Charakterrolle. Man weiß noch nicht so genau wohin sie sich entwickelt, aber es gab bereits einige große Auftritte.

Rot-Weiß Erfurt vs. MSV Duisburg 1:3

Zwei Spiele, zwei Niederlagen. Da bereits enden die Gemeinsamkeiten zwischen dem unglücklich verlorenen Spiel in Leipzig und der gestrigen Heimpleite gegen den MSV Duisburg. Es war zu erwarten, dass es Rückschläge in der Entwicklung der Mannschaft geben würde. Was verstörte, war die Art und Weise wie die Rot-Weißen über weite Strecken der Partie agierten bzw. eben nicht agierten: konzept- und zunehmend auch mutlos fügte man sich der Überlegenheit des Gegners, der selbst in Unterzahl stets das deutlich bessere Team war. Das Gebotene erinnerte fatal an die Serie der Heimspielniederlagen, die der Entlassung Stefan Emmerlings vorausgingen. Die sportliche Leitung und die Mannschaft sind gefordert, dass sich diese Abwärtstendenz nicht verstetigt. Dafür bietet sich gegen die bisher herausragende Mannschaft der Liga, den SV Wehen Wiesbaden, bereits am Dienstag eine ambitionierte Gelegenheit.

Der MSV war perfekt eingestellt und individuell überlegen

Als Karsten Baumann in Erfurt war, hielt sich meine Begeisterung für seine Arbeit in engen Grenzen. Es war allerdings seine erste Station als Übungsleiter und seitdem hat er offensichtliche Fortschritte gemacht. Jedenfalls hatte er die Spielweise des RWE sehr gut analysiert und seine Mannschaft demgemäß justiert. Es ist ein Grundproblem des von Kogler derzeit präferierten 4-4-2, dass der Weg des Balles zu den beiden Spitzen sehr beschwerlich werden kann, wenn der Spielaufbau über das zentrale Mittelfeld konsequent unterbunden wird, weil schon eine numerische Unterzahl an Mittelfeldspielern existiert. Mit geschicktem, gut abgestimmtem, meist passivem Pressing gelang Baumanns Offensivreihe genau das: Pfingsten-Reddig und Engelhardt als Aufbauspieler komplett aus dem Spiel zu nehmen. Die Folge waren viele lange Bälle auf die Erfurter Stürmer. Einige davon kamen an, die meisten wurden Beute der Meidericher Abwehrspieler. Wenn die Bälle aus der Erfurter Abwehr einen der Zielspieler Brandtstetter, Nielsen oder Öztürk fanden, dann waren sofort mindestens zwei Verteidiger des MSV zur Stelle. Bei Nielsen bedeutete dies in der Regel den sofortigen Ballverlust. Brandstetter und Öztürk versuchten – was in den Spielen zuvor zuweilen Erfolg zeitigte – sich im Eins-gegen-Eins durchzusetzen. Bis auf eine Ausnahme (die zur Roten Karte gegen Bollmann führte) blieben meist die Duisburger Sieger. Mehr noch, Ballverluste in der RWE-Offensive nutzte der MSV zu ungemein zielstrebigen, konzentrierten Kontern. Das Angriffsspiel des RWE erwies sich an diesem Samstag als One-trick-Pony: die individuellen Stärken der Angreifer wurden neutralisiert; ein kollektives, kombinatorisch angelegtes, fluides Offensivspiel war inexistent. Hinzu kamen individuelle Aussetzer in allen Mannschaftsteilen, an denen viele Spieler beteiligt waren, Möckel leistete sich nur die folgeschwersten.

Wobei man an dieser Stelle ruhig mal darauf hinweisen sollte, dass der MSV Duisburg mitnichten mit einer planlos zusammengestellten Resterampe in diese Drittligasaison gestartet ist. Zwar entkam der Traditionsverein nur knapp dem Absturz in die Regionalliga, doch das sportliche Mastermind der Duisburger, Ivica Grlic, gelang es trotzdem, einen fußballerisch mehr als wettbewerbsfähigen Kader zusammenzustellen. Das sah man gestern im Steigerwaldstadion auf dem Platz und das lässt sich ebenfalls dem durchschnittlichen Marktwert aller Spieler der jeweiligen Startaufstellung entnehmen: 210.000 Euro beim RWE, 340.000 Euro beim MSV.

Das 0:2 zur Halbzeit war nur das folgerichtige Ergebnis dessen, was auf dem Platz zu sehen war.

Bessere, aber nach wie vor ungenügende 2. Halbzeit des RWE

Kogler reagierte ebenso folgerichtig wie erstaunlich. Zum einen erstaunte es, dass er nach der Pause noch 13 Minuten benötigte, um festzustellen, dass Morten Nielsen in diesem Spiel nichts mehr bewirken würde. Für ihn kam Stolze, der zumindest eine Tormöglichkeit hatte, aber an Lenz scheiterte. Weniger Geduld brachte Kogler gegenüber seinem Kapitän Pfingsten-Reddig auf, den ersetzte er im zentralen Mittelfeld bereits zu Pause durch Möhwald, dessen Position auf der rechten Seite vom eingewechselten Strangl übernommen wurde. Möhwald hatte gemeinsam mit Engelhardt in Leipzig zentral sehr gut gespielt. In der 1. Halbzeit gegen Duisburg war er auf der rechten Seite völlig isoliert, weil er so gut wie keine brauchbaren Zuspiele bekam. Von diesem Wechsel in der Mittelfeldzentrale versprach sich Kogler schlichtweg mehr Durchsetzungsvermögen in dieser Zone des Spielfeldes. Diese Hoffnung wurde nur bedingt eingelöst. Der MSV verteidigte nun deutlich tiefer, überließ dem RWE einfach die Hoheit im Mittelfeld und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Erfurt versuchte jetzt mit geduldigem Passspiel die Abwehr des MSV auseinander zu ziehen, aber dafür fehlte es meist an Präzision und an der nötigen Geschwindigkeit. Anders ausgedrückt: sobald Geschwindigkeit in die Aktionen kam, fehlte es diesen an Genauigkeit. Apropos Geschwindigkeit. Es kam, wie es kommen musste: Nach einem Hochgeschwindigkeitskonter des MSV erzielte der überragende Onuegbu das dritte Tor für sein Team. Dabei sah Engelhardt beim Antritt des eingewechselten Zoundi bemitleidenswerterweise aus wie ein Bobby Car gegen einen 911er Porsche.

Der nie aufsteckende Brandstetter sorgte noch für eine Ergebniskosmetik und in einem mdr-Interview wohl auch für akuten Gesprächsbedarf innerhalb der Mannschaft, indem er die Einstellung seiner Kollegen kritisierte. Das alles sollten sie umgehend klären, denn viel Zeit bleibt nicht, bis am Dienstag der SV Wehen Wiesbaden hier aufschlägt. Ich möchte nicht schon wieder erleben, dass mir Philipp Klewin richtiggehend leidtut. Er hielt, was es zu halten gab und war ansonsten die ärmste Sau auf dem Platz.